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(He) 20. September 2007
Weltweit erste Plexiglasbrücke
In einer spektakulären Aktion wird Samstagnacht die transparente Brücke über den Schloßgraben montiert
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Ein Absperrband markiert die Stelle, wo Samstagnacht die Plexiglasbrücke montiert wird. Foto: Annika Eisenberg |
Zum 100-jährigen Firmenjubiläum hat Röhm GmbH zusammen mit der TU Darmstadt den Prototypen einer Plexiglasbrücke entworfen, ein absolut neuartiges Tragsystem, das Transparenz mit hoher Belastbarkeit verknüpft.
Ab 20 Uhr wird am Samstagabend (22.9.) die komplette Brücke, mit einem Gesamtgewicht von ca. 28 Tonnen, als riesiges Einzelelement in Position gebracht. Ein 160 Tonnen-Autokran wird die 26 Meter lange und 4,10 Meter breite Plexiglasbrücke über den Schlossgraben hieven.
Per Schwertransport kommt die Brücke aus dem Raum Aschaffenburg nach Darmstadt. Mit einer Überlänge von ca. 40 Meter und einer Überhöhe von mehr als 4 Meter erreicht der Transporter über die A3, die A5 und die Rheinstrasse seinen Bestimmungsort, den die Werksfeuerwehr Röhm mit 25.000 Watt taghell ausleuchten wird.
Läuft alles wie geplant, dann ist die Montage in 3 – 4 Stunden beendet. Sollte es allerdings zu stürmisch sein, darf die Aktion aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden und wird dann auf einen späteren Termin verschoben.
Mit der Schlossgrabenbrücke setzt die Firma Röhm, die in diesen Tagen ihr 100-jähriges Firmenjubiläum feiert, ein Zeichen für die innovative Anwendung des von ihr patentierten Werkstoffs Plexiglas. An prominenter Stelle, unmittelbar am darmstadtium, dem neuen Wissenschafts- und Kongresszentrum, das 6. Dezember eingeweiht wird, demonstriert Röhm mit der Brücke seine Verbundenheit zur Stadt Darmstadt.
Finanziert wird das Projekt maßgeblich von Degussa-Röhm - die TU-Darmstadt, als Eigentümerin des Schlosses, tritt als Bauherr auf.
Das innovative Tragwerk der Brücke wurde von Plexiglas Hersteller Röhm GmbH zusammen mit der TU Darmstadt, insbesondere mit dem Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. Wörner entwickelt, mit dem Ziel, neuartige Kunststoffsysteme für Architektur und Bauwesen zu kreieren. Dabei wird insbesondere der Verbund von Plexiglas und anderen Werkstoffen untersucht.
Mit der Plexiglasbrücke gibt es künftig erstmals einen östlichen Zugang in das Schloss. Zu den drei bekannten Öffnungen - Marktplatz, Rheinstraße, Karolinenplatz – kommt eine vierte Überquerung des Schlossgrabens, die der Architekt des Barockbaus, Louis Remy de la Fosse, Anfang des 18. Jahrhunderts wohl schon geplant hatte, die aber nie realisiert wurde.
Nach der feierlichen Einweihung, wird der neue Schlosszugang künftig allen Bürgern zur Verfügungen stehen.
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