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(FRE) 1. August 2006
Karola Obermüller erhält den Darmstädter Musikpreis 2006
Jury würdigt „vielgestaltiges Werk“ der Darmstädter Komponistin / Preis wird am 17. November verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert / Eigene Oper geplant
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Erhielt den Darmstädter Musikpreis 2006: Die international für Furore sorgende Nachwuchs-Komponistin Karola Obermüller.
Foto: Karola Obermüller |
Karola Obermüller ist die Preisträgerin des zum zweiten Mal verliehenen Darmstädter Musikpreises 2006.
Die Darmstädter Komponistin erhielt den Preis, der seit 2005 vom Förderkreis Kultur und der Sparkasse vergeben wird, vor allem für ihr ebenso facetten- wie umfangreiches Kompositionswerk. „Die Stücke bestechen durch ihre Vielgestaltigkeit“, lobte der ehemalige Oberbürgermeister Peter Benz, heute Vorsitzender des Förderkreises Kultur in seiner Laudatio. Über 30 Stücke hat das international Furore machende Musiktalent Obermüller bereits komponiert – zurzeit arbeitet die 29jährige im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der angesehenen Harvard Universität (USA) gar an einer eigenen Oper.
Auch Cord Meijering, Jurymitglied des Darmstädter Musikpreises und Leiter der Akademie für Tonkunst, würdigt Karola Obermüllers beachtliches Werk. Handele es sich dabei doch um „zeitgenössische Kammer-, Orchester- und Opernmusik“.
Wenn die am 21. März 1977 in Darmstadt geborene Musikvirtuosin am 17. November in den Räumen der Sparkasse nicht nur den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegennimmt, sondern auch Kostproben ihres Könnens gibt, wird man wohl auch die indische Musik als eine ihrer bevorzugten Inspirationsquellen heraushören. Diese Indien-Vorliebe schlug sich auch in ihren bisherigen Kompositionswerken nieder – etwa 2002 in dem Stück „Kalpa Pralaya“.
Wer bis dahin nicht warten will: Karola Obermüller gibt am Samstag, 19. August, das Abschlusskonzert der Ferienkurse für Neue Musik.
Für ihr Werk hat sie bereits zahlreiche Preise erhalten, u.a. den Bayerischen Jugendpreis 2001 und den Bohemians New York Musicians Club Prize 2005. Für die Internationale Physikervereinigung zur Verhinderung eines Atomkriegs komponiert Obermüller gerade ein „Kohlenmonoxyd Nachtstück“.
Karola Obermüllers musikalische Ausbildung begann bereits mit dem fünften Lebensjahr an der Akademie für Tonkunst Darmstadt: Von 1982 bis 1986 erfuhr sie dort eine musikalische Ausbildung – in Klavier, Violoncello, Komposition, Gehörbildung, Musiktheorie und Gesang. Nach dem Abitur an der Darmstädter Lichtenbergschule folgten von 1996-2001 ein Kompositionsstudium am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg und von 2000-2002 ein Studium der Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg. 1998 erhielt sie ein Stipendium der Erna Köhler-Stiftung, ein Jahr später war sie Preisträgerin des Kulturforums Franken.
Weitere Studienaufenthalte: Die Hochschule für Musik Saar, die Universität Mozarteum Salzburg und seit 2003 das Promotionsstudium an der Harvard University (Graduate School of Arts and Sciences, Cambridge, USA).
Im August 2001 – als Komponistin zum „Cross Sound-Festival for Contemporary Music Alaska / USA 2001“ eingeladen – wurde dort ihr von Cross Sound in Auftrag gegebenes Werk „the great secret lies“ uraufgeführt.
Zu ihren Lehrern zählen Cord Meijering, Theo Brandmüller und Adriana Hölszky.
Im Oktober 2002 verhalf ihr ein vom damaligen Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin vergebenes Stipendium für einen zweimonatigen Aufenthalt am Deutschen Studienzentrum in Venedig.
Obermüller arbeitet mit Ensembles wie dem „ensemble phormix“ und dem „KlangKonzepte Ensemble“ zusammen.
Weitere Infos online unter:
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Einer ihrer Musik-Lehrer: Cord Meijering, Leiter der Akademie für Tonkunst, Darmstadt.
Foto: Akademie für Tonkunst
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Eine der ältesten und zugleich modernsten Musikausbildungsstätten in Deutschland: Die Akademie für Tonkunst Darmstadt - gegründet 1851, seit 1922 in städtischer Hand.
Foto: Akademie für Tonkunst Darmstadt
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www.akademie-fuer-tonkunst.de.
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