dafacto: Kunst und Kultur



Thomas Duttenhoefer – ein Darmstädter Bildhauer wird 60

Galerie Netuschil zeigt Plastiken und Arbeiten auf Papier


Duttenhoefer

Arbeiten von Thomas Duttenhoefer - wie der bronzene Kentaur - sind bis zum 14. März in der Galerie Netuschil zu sehen.
Foto: Galerie Netuschil

Im Rückblick auf drei Jahrzehnte wird das plastische Schaffen, die Vision, die Handschrift und die facettenreiche Thematik des Bildhauers sichtbar. Die Ausstellung ist dem Darmstädter Bildhauer zum 60. Geburtstag gewidmet und gibt Zwischenbilanz eines reichen künstlerischen Lebens.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt, so die Pressemeldung der Galerie, auf den neuen Arbeiten der letzten beiden Jahre, in denen sich Duttenhoefer vor allem mit heidnischen Themen, der Fabel- und Mischwesen im antiken Kontext der Ovid'schen Verserzählungen auseinander gesetzt hat.

Thomas Duttenhoefer wurde 1950 in Speyer geboren, er studierte an der Werkkunstschule in Wiesbaden und anschließend Bildhauerei bei Erwin Schutzbach an der Wiesbadener Fachhochschule für Gestaltung. Studienreisen führten ihn durch Europa, Marokko und Ägypten bevor er seinen Zivildienst in einem Wiesbadener Altenpflegeheim absolvierte und schließlich 1979 nach Darmstadt übersiedelte. Drei Jahre zuvor hatte er bereits den Preis der Neuen Darmstädter Sezession erhalten und war Mitglied der Künstlergruppe geworden.

Nach verschiedenen Lehraufträgen war Thomas Duttenhoefer von 1995-2003 Professor an der Fachhochschule in Trier; seit 2003 hat er eine Professur an der Hochschule Mannheim, Fakultät für Gestaltung, inne.

Neben verschiedenen Kunstpreisen erhielt er 1988 den Kunstpreis der Stadt Darmstadt.

Sein Werk – in zahlreichen Katalogen dokumentiert - war in vielen Einzel- und Gruppen-Ausstellungen zu sehen.

Thomas Duttenhoefer hat neben der Bildhauerei in den Materialien Holz, Stein, Bronze, Eisen, Terrakotta und Porzellan, auch ein umfangreiches malerisches, zeichnerisches und druckgraphisches Werk, vor allem Radierungen und Linolschnitte, geschaffen.

Während der Ausstellung gibt es zwei Führungen durch die Ausstellung:
Am Freitag (26.2.) um 19 Uhr mit Claus K. Netuschil
und am Freitag (5.3.) um 19 Uhr mit Thomas Duttenhoefer

Am Donnerstag (18.2.), 19:30 Uhr steht ein Kafka-Abend mit dem Darmstädter Schauspieler Aart Veder und dem Affen Rotpeter, der seinen "Bericht für eine Akademie" vorträgt, auf dem Programm.

Thomas Duttenhoefer hat im Dezember 2009 ein Kafka-Porträt und eine Statuette des Prager Schriftstellers geschaffen. Beide Plastiken werden im Rahmen des literarischen Kafka-Abend vorgestellt. Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet 10 Euro, eine Anmeldung ist erforderlich.

Außerdem wird es am Sonntag (14.3.) um 11 Uhr eine Porträt-Matinee geben, in der Thomas Duttenhoefer den bedeutenden Essayisten, Übersetzer und kulturellen Vermittler zwischen Ost und West, Karl Dedecius, modelliert.

Ein Porträt entsteht üblicherweise in der intimen Atmosphäre des Ateliers im Dialog des Künstlers mit dem Dargestellten. Thomas Duttenhoefer hat sich bereit erklärt, vor den Augen des Galeriepublikums ein Porträt entstehen zu lassen. Für die Porträtsitzung konnte Karl Dedecius gewonnen werden. Der Eintritt zur Matinee kostet 5 Euro, eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Ausstellung ist bis zum 14. März 2010
dienstags bis freitags von 14.30-19.00 Uhr
und samstags von 10-14 Uhr
in der Galerie Netuschil
Schleiermacherstr. 8
zu sehen

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag (31.1.) um 11 Uhr.
Zur Eröffnung sprechen Dr. Veronika Wiegartz vom Gerhard Marcks Haus, Bremen, und Claus K. Netuschil.

 


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