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Mehr Sonne ins Haus und Fenster in die Zukunft TUD-Architekten präsentieren Solarhaus - jetzt im Architekturmuseum und 2007 in Washington D.C.
Die TU Darmstadt ist eine von nur zwei europäischen Universitäten, die den Sprung in den internationalen Bauwettbewerb „Solar Decathlon“ des U.S.-Energieministeriums geschafft hat. Höhepunkt im Herbst 2007 ist die Präsentation eines in Darmstadt gebauten Solarhauses im Maßstab 1:1 vor dem Weißen Haus in Washington D.C., mit dem das Team der TU gegen die neunzehn konkurrierenden internationalen Hochschulteams antritt. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte das Fachgebiet jetzt im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt den Fahrplan nach Washington vor.
Seit dem Frühjahr bauen 30 Studenten und Lehrende, intensiv am deutschen Wettbewerbsbeitrags, einem Solarhaus der Spitzenklasse, das den extremen Anforderungen des Wettbewerbs gerecht werden muss: Alle zum täglichen Leben notwendige Energie, sogar zum Betrieb eines Elektroautos, muss allein mit der Sonne generiert werden. Ästhetische Architektur, Behaglichkeit und Wohnkomfort sollen hierbei nicht vernachlässigt werden. Außerdem muss das Haus modular aufgebaut sein, damit es im August 2007 zerlegt und per Schiff nach Washington D. C. transportiert werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Wettbewerbsvorgaben des „Solar Decathlons“ sind so streng, dass die maximale Grundfläche des Hauses auf 75m² begrenzt wird. Um auf derart geringem Raum so viel Platz wie möglich zu schaffen, entwickelten die Wissenschaftler ein kluges Wohnkonzept: Alle Möbel sind in die Bodenplattform integriert und lassen sich bei Bedarf vollständig verstauen, um ein pures Raumerlebnis und Platz für Feste zu machen. Der geschlossene Kern mit Küche und Bad ist auf ein Mindestmaß reduziert, bei Bedarf kann er ausfahren und zum Duschen oder für Koch-Events vergrößert werden. Bei der Wahl der Materialen stehen nachwachsende, naturnahe oder recyclebare Stoffe im Vordergrund. Alle Materialien, Produkte und Technologien sollen vorzugsweise aus Deutschland kommen. Unterstützt wird das Team der TU Darmstadt bei diesem ehrgeizigen Projekt von der Hochschule für Technik Stuttgart und von den bisher gewonnenen Partnern aus der deutschen Wirtschaft. Die Projektpartner Bosch-BBT, Häussler-Fenster und Hochtief, betonten, dass Deutschland derzeit in Wissenschaft und Praxis einen Vorsprung vor anderen Ländern im Bereich des solaren Bauens besitzt, den es auszubauen gelte. In Ergänzung zur Bauausstellung vor dem Weißen Haus in Washington, zu der 150.000 Besucher erwartet werden, möchten die Projektpartner auch das deutsche Publikum von den Potentialen nachhaltigen Bauens und regenerativer Energieerzeugung informieren. Im Laufe des Jahres 2007 sind deshalb weitere Aktionen – etwa im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ geplant. |
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