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(SGR/PSD) 26.Januar 2010
Software aus Darmstadt wird Spitzencluster
Die Wissenschaftsstadt entwickelt sich als Eckpfeiler einer südwestdeutschen Cluster-Region weiter zum führenden Zentrum der IT-Branche
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Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan
mit den Gewinnern des
Spitzencluster-Wettbewerbs
Foto: BMBF
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Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat heute (26.1.) die Sieger der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs bekannt gegeben. Die fünf Gewinner fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 200 Millionen Euro über fünf Jahre. Unter den Gewinnern des Wettbewerbs ist auch Europas größter Softwarecluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“ Der Cluster gilt als „Silicon Valley“ Europas und erstreckt sich über die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.
In sechs Projekten sollen sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Software-Lösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden. Weitere Ziele sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters und die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Cluster-Region.
Mit dem Wettbewerb möchte die Bundesregierung die Software-Industrie sowie die Innovationspolitik in Deutschland stärken. Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sollen ihre Ideen schneller in neue Produkte und Dienstleistungen umsetzen und ihre vorhandenen Stärken besser nutzen. Bundesforschungsministerin Schavan: „Mit dem Spitzencluster-Wettbewerb als einem Flaggschiff der Hightech-Strategie der Bundesregierung haben wir auch eine Führungsrolle in der Clusterförderung in Europa übernommen.“
Die Gewinner der zweiten Wettbewerbsrunde haben die Jury durch ihre strategischen Konzepte, ihre Leistungsfähigkeit und die maßgebliche finanzielle Einbindung von Wirtschaft und privaten Investoren klar überzeugen können
Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann informierte sich am Nachmittag aus erster Hand beim Vorstandsvorsitzenden der der Software AG, Karl-Heinz-Streibich, über den Erfolg für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Region: „Die Prämierung im Spitzencluster-Wettbewerb bringt den Standort Darmstadt auf seinem Weg zum nationalen und europäischen Spitzen-Standort für IT und Software mit Riesenschritten voran. Ich danke allen Beteiligten aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen für ihr großes Engagement“. Nur wenn man sich einig sei, könne man sich in einem so prominent besetzen Wettbewerb behaupten, und im Darmstädter IT-Cluster sei genau dies der Fall, erläuterte der Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
„Die große Stärke des IT-Standorts Darmstadt ist es, dass wir sowohl eine Vielzahl kleinerer Unternehmen in spezialisierten Nischenmärkte als auch führende Global Player vorweisen können. Sie spielen als Arbeitgeber, Innovationstreiber und Imageträger vor Ort eine wichtige Rolle, hinzu kommt eine einmalige Expertise in Forschung und Entwicklung. Dem Standort Darmstadt gehört die Zukunft“, so Oberbürgermeister Hoffmann.
Im Software-Cluster sind die großen deutschen Hersteller von Unternehmenssoftware IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG sowie über 350 kleine und mittlere Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche wie die IMC AG, die Seeburger AG, die proAlpha Software AG und die intelligent views gmbh vertreten.
Die drei führenden Informatikforschungszentren (DFKI, Fraunhofer, FZI) und die renommierten Informatikfakultäten der TU Darmstadt, vertreten durch das LOEWE-Zentrum CASED, der TU Kaiserslautern, dem Karlsruher Institut für Technologie und der Universität des Saarlandes bringen
ihre Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Ausbildung in den Cluster ein.
Langfristig soll der Spitzencluster zu einem weltweit führenden Technologiezentrum im Bereich emergente Software für digitale Unternehmen werden.
Hintergrund:
Was sind eigentlich Cluster? (cluster / englisch = Traube, Bündel, Schwarm, Haufen)
Die räumliche Ansammlung von Unternehmen einer Branche oder sich ergänzender Branchen, horziontal und vertikal zur Wertschöpfungskette. Ergänzend dazu Hochschulen und/oder Forschungseinrichtungen sowie Institutionen wie z.B. Verbände und Kammern. Gegebenfalls kann es Kooperationen geben, aber auch stimulierende Konkurrenz. Der Clusterbegriff im Sinne der Wirtschafswissenschaft wurde zu Beginn der 1990er Jahre
vom US-amerikanischen Ökonomen Michael E. Porter geprägt.
Cluster-Initiativen im Bereich der Wirtschaftsförderung zielen darauf ab, Cluster zu indentifizieren und zu organisieren. Die (zunächst meist zufälligen) Kooperationen wie auch der Technologie-Transfer von Hochschulen in Unternehmen sollen mit einem Cluster-Management gefördert werden.
Gemeinsamer Nutzen:
Erhaltung und Ausbau der globalen Wettbewerbsposition der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft.
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